3. Hilfspaket für Griechenland

Beim 2. Hilfspaket für Griechenland tönten Merkel und Schäuble noch, es werde kein weiteres (3.) Hilfspaket für Griechenland geben. Mit dem 2.Hilfspaket stiegen die Staatsschulden Griechenlands auf fast € 300 Mrd, mit dem 3. Hilfspaket steigen sie auf fast € 400 Mrd.
Glaubwürdigkeit sieht anders aus.

Allen Fachkundigen ist klar, dass die Steuerzahler der Eurozone für diese Schulden werden aufkommen müssen. Griechenland wird diese Schulden nie zurückzahlen können.

Vor der Abstimmung des Bundestags zum 3. Hilfspaket für Griechenland ist Finanzminister Schäuble vorsichtiger geworden (um nicht noch unglaubwürdiger zu werden). Er schließt jetzt ein 4. Hilfspaket für Griechenland nicht mehr aus. Schäuble versucht damit etwas näher an die tatsächliche Realität heranzukommen. Die Kanzlerin Angela Merkel scheint noch nicht so weit mit ihrer Annäherung an die Realitäten vorangekommen zu sein.

Deutschland hätte besser noch vor der Verabschiedung des 3. Hilfspakets für Griechenland aus dem Euro aussteigen sollen, um damit den Schaden für die deutschen Steuerzahler zu begrenzen. Dies haben wir gefordert. Diese Chance wurde grob fahrlässig vertan.

Weiterhin bedeutet das 3. Hilfspaket für Griechenland keine Hilfe für den Staat Griechenland oder seine Bürger, sondern nur für die Institutionen und insolventen griechischen Banken, die bisher Griechenland die ca. € 300 Mrd. geliehen hatten, um damit die Fassade der funktionierenden Eurozone aufrecht zu erhalten. Aber des Kaisers neue Kleider gibt es gar nicht und der Kaiser ist längst splitternackt.

Der Grund dafür : Die Entscheidungen der für den Staat Verantwortlichen entsprechen nicht den Wünschen der Bürger und erfolgen nicht im Interesse und zum Nutzen der Bürger. Sie dienen nur noch den Interessen und dem Nutzen einer Politischen Elite und einer Banker Elite.