Deutsches Staatsgold

Die von der Bundesbank veröffentlichte Barrennummernliste bringt keine Transparenz

Die von der Deutschen Bundesbank am 7. Oktober 2015 nach vielen Jahren nun vorgelegte „Liste zum deutschen Staatsgold“ ist keine Barrennummernliste, für Inventurzwecke ungeeignet und beweist zudem weiterhin nicht den Eigentumsanspruchs Deutschlands über das „Deutsche Staatsgold“. Nach Aussage des Sprechers der Bürgerinitiative „Holt unser Gold heim“ und Währungsexperten der Alternative für Deutschland Peter Boehringer wird diese Ansicht auch von internationalen Branchenexperten bestätigt.

Die Deutsche Bundesbank steht seit Jahren unter Transparenzdruck einer zunehmend kritischen Öffentlichkeit bezüglich der unkompromittierten und unverliehenen Existenz des deutschen Staatsgolds, das mit 3384 Tonnen im Wert von über 100 Milliarden Euro den einzigen substanziellen Teil der deutschen Währungsreserve darstellt. Eine nun vorgelegte „Barrenliste“ zum deutschen Gold ist jedoch wenig überzeugend. Peter Boehringer, Initiator und Sprecher der 2011 gestarteten und national wie international viel beachteten Bürgerinitiative „Holt unser Gold heim“ ist zudem Mitglied des Bundesfachausschusses „Euro- und Währungspolitik“ der Alternative für Deutschland und kommentiert:
„Wir begrüßen zwar, dass die Bundesbank eine unsere ältesten Forderungen nun endlich teilweise erfüllt hat. Doch leider hat die Bundesbank noch immer keine Barrennummern veröffentlicht, sondern völlig branchenunüblich nur künstlich generierte, nicht überprüfbare sogenannte ‚Inventarnummern‘! Diese Bundesbank-internen Nummern erlauben aber keinerlei Rückschluss auf Hersteller, Herstelldatum und weitere wichtige Barrenmerkmale. Damit wird es für die in dieser Sache extrem sensible Öffentlichkeit und für Goldexperten in aller Welt auch weiterhin nicht möglich sein, denkbare Doppelerfassungen dieser Barren auch auf anderen Zentralbank- oder Gold-ETF-Bilanzen abzuprüfen, was jedoch buchhalterisch ganz entscheidend ist, um den exklusiven Eigentumsanspruch Deutschlands sicherzustellen! In der Liste fehlen diese entscheidenden Angaben!“
Diese Einschätzung wird von führenden internationalen Goldexperten vollumfänglich bestätigt. So meint etwa der Research-Chef der australischen Münzprägeanstalt Perth Mint, Bron Suchecki, diese Liste sei als Ausgangspunkt für eine seriöse Prüfung eines externen Wirtschaftsprüfers ungeeignet: „Internally assigned inventory numbers do not suffice for independent audit purposes. I doubt any auditor would accept a sticky label on a bar for the simple fact that a custodian could stick different numbered labels on the same bar each time different customers come around to audit. This is why all of the exchange traded funds that publish bar lists provide full bar list details and do not list any internally assigned inventory numbers. This is clearly the industry standard and odd why the Bundesbank could not have just supplied the additional information that they have in their spreadsheets.”
Peter Boehringer ergänzt: „Aus diesen Listen ergibt sich kein Erkenntnis- oder gar Beweiswert, solange die Goldbestände nicht wie verlangt an allen Standorten physisch und von unabhängiger Stelle auditiert werden; buchhalterische Doppelerfassungen kategorisch vom dafür haftenden Bundesbank-Vorstand und von einem vereidigten Wirtschaftsprüfer ausgeschlossen und zudem die wahren Barrennummern (ungleich „Inventarnummern“) veröffentlicht werden!“
Die ultimative goldene Währungsreserve Deutschlands muss schnell und vollständig nach Frankfurt geholt werden. Die ‚Begründung‘ der Bundesbank für einen dauerhaften Verbleib der Hälfte des Goldes im Ausland ist nicht nachvollziehbar: Angeblich könne man im Falle einer Weltwährungskrise im Ausland ‚besser damit handeln und Devisen dagegen eintauschen‘. Dies ist aus jedoch ahistorisch argumentiert: Gerade im Falle einer solchen Krise will und muss Deutschland seine goldene Währungsreserve im eigenen Land haben! Immerhin könnte die Bundesrepublik mit unkompromittiertem Gold im eigenen Land ggf. eine neue DM post Euro teildecken.“

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Weiterführende Artikel zum Thema:
„Bundesbank veröffentlicht Goldbarrenliste“ (PM der Deutschen Bundesbank, 7.10.2015)

„Bundesbank’s gold bar list would fail an audit” (Perth Mint Research, Bron Suchecki, 9.10.2015)

„Interview der Deutschen Wirtschafts-Nachrichten mit Peter Boehringer“ (7.10.2015)

„47 years after 1968, Bundesbank STILL fails to deliver a gold bar number list” (8.10.2015)

Buch „Holt unser Gold heim”, Peter Boehringer, FinanzBuch-Verlag 2015