Frauke Petry in Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen  608 Gäste folgten der Einladung des AfD Kreisverbands Oberbayern Süd-West in den großen Saal des Gasthofs „Zum Rassen“, in Partenkirchen. Die Anzahl der nach Einlass begehrenden Personen war sogar noch größer, sie konnten leider nicht mehr in den Saal gelassen werden, da dieser bereits aus allen Nähten zu platzen drohte und die Polizei bereits um 18:30 Uhr einen Einlass-Stop verhängte. Für die nächsten Veranstaltungen, muss der Kreisverband wohl in größeren Dimensionen planen.

Zum Auftakt des Abends sorgte die „Patakurcha Musi“, 2 Stunden für Stimmung.

Unter tosendem Beifall und stehenden Ovationen betrat die Parteivorsitzende Dr. Frauke Petry, angeführt vom Vorstand des Kreisverbands Oberbayern Süd-West ( Landkreise Garmisch-Partenkichen, Weilheim/Schongau und Landsberg ) und unterlegt von einem „zünftigen Marsch“, gegen 19:00 Uhr den Saal. Petry setze sich mit ins Publikum und lauschte mit den anderen begeisterten Gästen, der Begrüßungsrede von Helmut Filser, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisverbands und Mitglied im Bezirksvorstand Oberbayern. Er finde es schade, „dass Bürgermeisterin Meierhofer lieber das Fußballspiel Frankreich-Rumänien anschaut, als hier teilzunehmen“, sagte er. Meierhofer (SPD) wurde zur selben Zeit mit Elisabeth Koch, Fraktionschefin der CSU in Garmisch-Partenkirchen, auf der Gegendemo gesehen. Koch äußerte sich ja bereits im Vorfeld, der Presse gegenüber, zur AfD Veranstaltung. „Der Ort hat schon ganz andere Plagen überstanden“, meinte sie. „Ich würde ja gerne was dazu sagen, aber auf so einen Schmarrn, fällt mir leider nix ein!“ sagte Filser unter tosendem Beifall.

Die Gegendemo, initiiert von Christine Doering, die mit ihrer Art des Demonstrierens gegen Alles, was nicht ihrer Meinung entspricht, bei vielen Garmisch-Partenkirchnern nicht sonderlich beliebt ist, fürchtete wohl um die Teilnehmerzahl der Demonstration. Anders lässt es sich wohl kaum erklären, dass sie neben dem Unterstützungsersuchen bei „München ist bunt“ bereits auch Wochen vorher mit Robert Lug, Stadtrat in Geretsried, Kontakt aufgenommen hatte. Lug war Initiator einer im März stattfindenden AfD Gegendemo, eines „Breiten Bündnisses“ aus sämtlichen Vertretern der restlichen Parteien, Kirchenverbände, etc. Lug versicherte Doering seine Unterstützung. Er bat ebenfalls, bei der letzten Stadtradsitzung in Geretsried sämtliche Stadträte um Unterstützung und organisierte sogar Busse, mit denen die Geretsrieder für 8 Euro nach Garmisch-Partenkirchen und zurückfahren konnten. Eines muss man der Organisatorin der Gegendemo lassen, sie war bunt. Vor allem die Fahnen der Antifa, Linken, Grünen, SPD sowie auch türkische Nationalflaggen waren vertreten.

„Ich frag mich halt, was hat das jetzt mit Garmisch-Partenkirchen zu tun ….. Nix!“ meinte Filser in der Zwischenzeit, im Saal. Nachdem er seine Rede mit den Worten „des antidemokratische links-grüne Gschwerl ist morgen wieder weg, aber die AfD bleibt“, schloss, kam die Vorsitzende des Kreisverbands und Mitglied im bayerischen Landesvorstand, Edeltraud Schwarz zu Wort.

Schwarz äußerte sich auch zu lokalen Themen, wie der vom DITIB Verband beantragten Vergrößerung des Minaretts sowie zu dem, vom Bauausschuss des Gemeinderats bereits genehmigten, Ausbau der Moschee in der Burgstraße. Zu dem seit etlichen Monaten verschwunden Feldkreuz, das vor dem „ATLAS Posthotel“ am Marienplatz stand, äußerte sich Schwarz. „ Die Bürger haben ein Recht darauf, zu erfahren, wer, wann, aus welchem Grund das Feldkreuz abgebaut hat und vor allem, wann es wieder aufgestellt wird. Es wird ja im Ort schon seit langen gemunkelt, das der Besitzer der Posthotels, Ibrahim Kavun, es aus „religiösen Gründen“ entfernen lies. „Garmisch-Partenkirchen ist eine Region in der Tradition hochgehalten werden. Trachtenvereine, Schützenvereine und noch viele mehr sind die Garanten für die Werte dieser Region. Die AfD steht auch für diese Werte ein.“ sagte Schwarz unter riesigem Beifall, bevor sie den Landesvorsitzenden der AfD Bayern, Petr Bystron, auf die Bühne bat.

Bystron sprach unter anderem über die CSU, die „immer große Töne spuckt, um am Ende mal wieder als Merkels Bettvorleger in Berlin zu landen.“ Das Fazit: Wer CSU wählt, bekommt Merkel. Bystron sprach auch die, durch ihre verfehlte Politik gesunkene Unterstützung der CSU in Bayern an. „Bei 40 Prozent liegt die CSU mittlerweile in den Umfragen“ Bystron, der gebürtiger Tscheche, und selbst ein Flüchtling ist, begeisterte das Publikum mit seinen Aussagen, gepaart mit seinem bekannten Humor.

Nun war es aber soweit. Getragen von einer Begeisterungswelle, betrat nun Dr. Frauke Petry, Parteivorsitzende der AfD und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes die Bühne. Die Sympathische Politikerin kam sehr gut beim einheimischen Publikum an. Sie deckte in ihrer Rede viele Themen der AfD, die immer wieder von der Presse als „Ein-Themenpartei“ dargestellt wird, ab. Sie sprach ausführlich über die Positionen der Partei zu den Themen EU, Euro, Rente, Mittelstand, Energiepolitik sowie Asylpolitik, um nur einige zu nennen. Anschließend gab es eine ausführliche Fragerunde, in der die Zuhörer im Saal direkt Fragen an die Vorsitzende stellen konnten. „Das hat er noch bei keiner anderen Partei gesehen, dass der Bürger, dem Parteivorsitz Fragen stellen kann, ohne das diese vorher abgesprochen werden mussten“, sagte ein erstaunter Zuhörer.

Zum Schluss überreichten Helmut Filser und Edeltraud Schwarz, im Namen des Vorstands, noch einen Geschenkkorb voller Erinnerungen an ihren Aufenthalt. Filser schloss den offiziellen Teil mit den Worten „Es war uns eine Ehre, Sie hier als Gast gehabt zu haben und würden uns freuen sie mal wieder hier in Garmisch-Partenkirchen begrüßen zu dürfen.“ Jubel und minutenlange stehende Ovationen folgen der Frage ins Publikum „Ihr doch auch oder?“

Bevor Frau Dr. Petry abreiste gab es für Interessenten noch die Möglichkeit für kleinere Gespräche und Fotos mit ihr. Auch Autogramme wurden geschrieben.

Ein gelungener Abend, der auch nicht durch eine versammlungsrechtswidrige Sitzblockade von Gegendemonstranten getrübt werden konnte. Dem ebenfalls durch Gegendemonstranten verletzten Beamten, wünschen wir gute Besserung und bedanken uns auf diesem Wege für die gute Zusammenarbeit mit der Polizei sowie dem privaten Sicherheitsdienst. Unser Dank gilt auch den freiwilligen Ordnern und Helfern sowie den Nachbarkreisverbänden Oberbayern Süd und Starnberg, für ihre Unterstützung und nicht zuletzt den Garmisch-Partenkirchner Bürgern für ihr riesiges Interesse.

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Vorstand des Kreisverband Oberbayern Süd-West
12. Juni 2016